Der Familienbegriff unterliegt seit mehreren Jahrzehnten immerwährendem Wandel, der noch nicht abgeschlossen zu sein scheint. Darauf müssen sich Familienrecht und Erbrecht einstellen. Weil entscheidende Vorfragen des Erbrechts im Familienrecht angesiedelt sind, sind sowohl die Praktiker des Familienrechts als auch die des Erbrechts täglich mit den verschiedenen Wechselwirkungen beider Rechtsgebiete befasst. Mit den neuen Gestaltungsvarianten der EuGüVO lassen sich Erb- und Pflichtteilsrecht vor allem in Patchwork-Situationen legaliter steuern. Für die von der Rechtsprechung entwickelte Innengesellschaft ergeben sich nach dem Gesetz zur Modernisierung des Personengesellschaftsrechts (MoPeG) ebenfalls „Steuerungsmöglichkeiten“ des Erbrechts.
Die Schwerpunkte:
* Patchworkkonstellationen
* Abstammungsrecht als Vorfrage des Erbrechts
* Adoptionsrecht
* Ungeborene als Rechtssubjekte des Erbrechts
* Die Güterstandsprägung des gesetzlichen Ehegattenerb- und Pflichtteilsrechts
* Die Neuerungen der EuGüVO
* Berücksichtigung der Gestaltungsmöglichkeiten des neuen Güterrechts im Familienrecht und Erbrecht
* Güterstandsschaukel
* Die Innengesellschaft in der Ehe und in der nichtehelichen Lebensgemeinschaft nach den Regeln des MoPeG (zivilrechtlich)
* Das Verhältnis von EuGüVO zur EuErbVO
* Erbrecht bei Getrenntleben und Scheidung
* Ehebedingte Zuwendung und Erbrecht
* Erb- und Pflichtteilsverzichte
* Die Nutzung einer Immobilie im Familienrecht und Erbrecht
* Das Geschiedenentestament in zwei Varianten
* Nachscheidungsunterhalt und Tod
Anhand zahlreicher Beispielsfälle einschließlich Formulierungsmustern wird der behandelte Stoff vertieft. Die Teilnehmenden erhalten ein umfangreiches aktualisiertes Manuskript und die Folientexte.